Wut gehört zu den Basisemotionen. Sie ist roh, kraftvoll, unbequem – und häufig unterdrückt. Warum eigentlich? In vielen von uns lebt die Erfahrung, dass Wut stört, Grenzen sprengt, Beziehungen belastet.
Jugendliche suchen Orientierung. Zur Verfügung stehen ihnen – geprägt durch gesellschaftliche Strukturen – häufig Männer: Väter, Lehrer, Ausbilder, Vorgesetzte. Der Altersunterschied schafft Respekt, zugleich geben sich viele Erwachsene betont kumpelhaft,
Viele Menschen sagen, sie wünschen sich Dialog – meinen aber: „Sag das, was in mein Weltbild passt.“ Oder: „Bleib sachlich, während ich entscheide, was geschieht.“ So entsteht kein echter Austausch.
Junge Menschen im Widerstand sind nicht das Problem – sie reagieren auf eines.Auf ein System, das Orientierung verspricht und gleichzeitig selbst ins Wanken gerät.Das Sicherheit suggeriert, aber kaum noch Verlässlichkeit
Damit Kinder lernen können, ihren eigenen Gefühlen zu vertrauen, braucht es bestimmte innere und äußere Voraussetzungen. Das sind Beziehungsbedingungen, Erfahrungsräume und körperlich-neurologische Grundlagen. Das Gefühl von Sicherheit entsteht durch die
Wenn die frühen Wurzeln keine zuverlässige Sicherheit verankern konnten, sucht der Mensch später im Außen, was im Inneren fehlt. In der Jugend wird dieser Prozess besonders spürbar: Die Suche nach